Multi-Zonen für Digital Signage

Multi-Zonen ermöglichen die Optimierung digitaler Werbeflächen. Ferner ermöglichen sie interessante Anwendungen und Arbeitsaufteilungen. Welche das sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Multi-Zonen in Digital Signage Player
Chaotische Multi-Zonen-Demo mit Bildern, Farben, Videos und WebGL auf unserem SMIL-Player

Was verstehen wir unter Multi-Zonen?

Mit Multi-Zonen teilen Sie Ihre Bildschirmfläche in mehrere Bereiche (Zonen) auf. Das Besondere dabei ist, dass sich diese Zonen im Gegensatz zum Splitscreen oder Ebenen teilweise bis ganz überlappen dürfen. Das Multi-Zonen-Konzept von SMIL für Digital Signage ist auf dynamische Bildschirmlayouts zugeschnitten und deshalb unglaublich flexibel.

Unterschiede zu Splitscreens

Splitscreens teilen eine Bildschirmfläche in unterschiedliche Bereiche auf. Spiele und Überwachungskameras machen davon reichlich Gebrauch. Vielleicht kennen Sie das von Autorennspielen oder Shootern. Die Bildschirmfläche wird in zwei bis vier Bereiche „aufgesplittet“ und zwei bis vier Personen treten gegeneinander an. Viele sprechen deshalb in Kenntnis dieser Technik auch in der Digital Signage Branche von Splitscreens, obwohl Sie eigentlich Multiple Zonen meinen.

Unterschiede zu Ebenen

Videoschnitt- und Bildverarbeitungssoftware wie Photoshop oder GIMP nutzen meistens sogenannte Ebenen (englisch: Layer). Das sind übereinanderliegende Bereiche, in die Benutzer Bilder, Audio oder Videoelemente einbetten. Besonders für Zeitleisten hat sich diese Technik durchgesetzt. Bildbearbeitungsebenen liegen deshalb niemals, wie Splitscreens, nebeneinander, sondern überlappen sich in der Regel vollständig.

Verleich Splitscreen, Ebenen und Multi-Zonen
Splitscreen vs. Ebenen vs. Multi-Zonen

Multi-Zonen als Symbiose von Ebenen und Splitscreens

Das Multiple Zonen-Konzept erlaubt es Bereiche zu definieren, die die sich teilweise, ganz oder gar nicht überlappen. Das überlässt der Gestaltung große Freiheiten und eine ungeahnte Flexibilität. Besonders das Zonen-Konzept von SMIL hat es in sich, da es den Austausch kompletter Playlisten unterstützt, ohne dass man eine neue Gesamtpräsentation erstellen muss.

Welche Vorteile bringen Multi-Zonen?

Sich überlappende Multi-Zonen ermöglichen Laufschriften für Newsticker. Mehrere Benutzer erstellen und synchronisieren unabhängig voneinander Playlisten, bei denen die einzelnen Bild- oder Videoelemente auf verschiedenen Servern liegen. Diese können auf der ganzen Welt verteilt sein.

Konkrete Anwendungsmöglichkeiten eines so flexiblen Bildschirmlayouts wären dynamische Einblendungen über den Videos so wie bei YouTube, Untertitel, mehrsprachige Sprachsynchronisation und die Möglichkeit die Bearbeitung zu skalieren.

Ich verwende gerne den Satz: Digital Signage Software bietet Infrastruktur und keine Content-Creation. Bei dem Multi-Zonen-Konzept von SMIL zeigt sich das besonders deutlich.

Multi-Zonen früher

Früherer Digital Signage Software betrachtete die Präsentation wie bei Powerpoint als eine integrierte Einheit. Am Ende des Erzeugungsprozesses gab es eine mehr oder weniger große Datei, auf dem sich die komplette Präsentation befand. Diese wurde dann einer Projekttorsoftware übergeben und abgespielt. Analog dem der Taste F5 bei Powerpoint.

Mehrere Zonen wurden realisiert, indem das entsprechende Bild oder Video in der Software positioniert und mit dem sogenannten Z-Index die jeweilige Ebene festgesetzt. Um das zu beschleunigen, existieren analog zu Powerpoint Templates. Manche Software ordnet das auch in Zeitleiste mit mehreren Ebenen an.

Das ist aber Content-Creation. Sie layouten Inhalte in Folien, speichern eine Datei und transferieren diese. Jede Änderung erfordert eine neue Datei, die wieder inklusive aller Inhalte übertragen werden muss.

Eine Weiterentwicklung dazu war, die Präsentation in XML-Formate zu speichern und nur die veränderten Inhalte neu zu übertragen. Allerdings blieb der aufwendige Editiervorgang als Content-Creation häufig erhalten.

Moderne Multi-Zonen

SMIL Multi-Zonen ermöglicht einen komplett anderen Ansatz. Wir betrachten das nicht mehr als Präsentationen und Folien, sondern als Playlisten und Inhalte. Die Zonen stellen Behälter dar, die unabhängig voneinander Inhalte und Playlisten aufnehmen, sich aber trotzdem synchronisieren können. Nehmen wir an, Sie erstellen eine Playliste A, die nacheinander Bilder und Videos abspielt.

1. Erweiterung mit Newsticker

Zunächst nutzen Sie den kompletten Bildschirm und entschließen sich später einen Newsticker zu integrieren. In diesem Fall ändern Sie nur das Layout und fügen eine zweite Zone für den Newsticker am unteren Bildschirmrand hinzu. Die Playliste A bleibt davon unbetroffen.

2. Erweiterung mit zusätzlicher Playliste

Nach einiger Zeit möchten Sie am rechten Rand ihre Mitarbeiter in Playliste B anzeigen. Jetzt haben Sie Ihre Werbefläche auf drei Zonen aufgeteilt und entscheiden sich, alle zehn Minuten ein Video im Vollbild anzuzeigen. Das wäre dann eine vierte unsichtbare Zone, in der ein Video die dahinter stehenden Inhalte pausiert und verdeckt.

3. Erweiterung durch Aufgabenverteilung

Sie geben Werbeagentur A die Playliste A zur Pflege. Mitarbeiter B pflegt die Mitarbeiteranzeige und der Newsticker erhält seine Inhalte aus einem RSS-Feed, der sich täglich zweimal aktualisiert. Die Betreuerteams aller Zonen arbeiten komplett unabhängig voneinander. Mit Layout-Templates in einem Präsentations- und Folienkonzept wäre so eine Skalierung überhaupt nicht realisierbar.

Die Mächtigkeit eines solchen Konzeptes wird noch deutlicher, wenn Sie sich vor Augen führen, dass Playliste prinzipiell Ordner darstellen, die sich verschachteln lassen. Es ermöglicht sowohl eine Redaktionshierarchie als auch mehrere unabhängige Mitarbeiter mit selbstverwalteten, zeitlich limitierten Playlisten.

Genau das bietet die Sprache SMIL zum Nulltarif.

Praxisbeispiel Multizone
Praxisbeispiel überlappende Multi-Zonen anhand eines voll automatisierten Apothekennotdienstes, den wir vor einigen Jahren in Kooperation mit Aponet für ApoTV entwickelten.Sie enthält einen Bildhintergrund, wobei die Videoplayliste und OpenStreetMap zwei Zonen-Overlays darstellen. Die Videoplayliste lief dabei zu den regulären Öffnungszeiten im Vollbild.

Digital Signage als Infrastruktur

Infrastruktur bedeutet im Digital Signage: Die Technik eröffnet Ihnen Wege, Playlisten respektive Präsentationen möglichst effizient zu erstellen und zu organisieren. Zur Erstellung von Inhalten wie Bilder und Videos verwenden Sie Ihre Lieblingswerkzeuge, anstatt sich in neue einzuarbeiten. Alternativ beauftragen Sie Dienstleister beauftragen, die dann ebenso ihre vertraute Software dafür nutzen.

Dazu existieren eine Reihe von Konzepten, zu denen auch Multi-Zonen gehören. Weitere Techniken stellen Ihnen die Artikel über Digital Signage Templates und APIs vor.

Fazit

Multi-Zonen vereinen die Vorteile von Splitscreens und Ebenen. Mit dieser Technik überlagern Sie Inhalte durch einen Newsticker und versehen Videos mit dynamischen Zusatzinformationen. Ferner ermöglichen Multiple Zonen dezentrales Bearbeiten von Bildschirmpräsentationen und tragen damit zur Skalierbarkeit der Aufgaben bei.


Gravatar Nikolaos Sagiadinos
Autor: Niko Sagiadinos
Entwickler & Co-Founder SmilControl – Digital Signage
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